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Das ist doch nichts für Frauen

Aktualisiert: 4. März

Dr. Nadja Henkel, Dr. Henkel Urban Projects GmbH



In der Immobilienprojektentwicklung lautet das klassische Vorurteil: Das ist doch nichts für Frauen. Das ist ein Haifisch-Becken. Frauen gehen da unter.


Die größte Herausforderung auf dem Weg zu meiner jetzigen Position war es, in meinen Anfangsjahren männliche und in der Regel etwas ältere Projektpartner davon zu überzeugen, dass eine im Vergleich zu ihnen jüngere Frau und Mutter von drei Kindern ambitioniert und erfolgreich berufstätig sein kann und will.

Frauen, die auf Vorurteile stoßen, sage ich: Hör nicht auf die, die sagen, dass Du das nicht kannst!


Ich habe mehrmals im Leben neue berufliche Herausforderungen angenommen, und zwar immer dann, wenn es Zeit für einen weiteren Entwicklungsschritt war.

Ich persönlich habe mich als Frau und Mutter beruflich nie benachteiligt gefühlt, kenne aber aus meiner Tätigkeit als Coach viele, viele Erfahrungen mit Benachteiligung von Frauen und Müttern.


Für mich waren diese Erfahrungen anderer Frauen ein Grund mehr, in die Immobilien-Projektentwicklung zu gehen und als Frau strategisch mitzugestalten. Bei der Planung von Bauvorhaben ist es meiner Meinung nach von immensem Vorteil, wenn nicht nur Männer, sondern auch Frauen in die Projektentwicklung einbezogen werden. Das Zusammenwirken von Männern und Frauen, von älteren und jüngeren Entscheiderinnen und Entscheidern, von Menschen mit und ohne Behinderung etc. führt dazu, dass Immobilien entstehen, die zu einer vielfältigen Nutzergruppe passen. Das ist zum Beispiel gerade bei Ärztehäusern sehr wichtig. Gebäude, an deren Planung Frauen beteiligt waren, haben leichtgängige Türen, übersichtliche Tiefgaragen mit automatischer Beleuchtung, Kameraüberwachung an kritischen Stellen etc., um nur ein paar Beispiele zu nennen.

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