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Telemedizinisches Pilotprojekt startet in Wiesbaden  Mit WohnSelbst gesund und länger in der eigenen Wohnung leben / HSK Rhein- Main und GWW Wiesbadener Wohnungsbaugesellschaft unterstützen chronisch kranke und hilfsbedürftige Menschen / Vorsorgeprogramm und vernetzte Technik als Kernelemente / Nach Beendigung des Pilotprojekts bundesweite Ausdehnung des Angebots geplant Wiesbaden – Weniger Krankenhausaufenthalte durch medizinische Unterstützung in den eigenen vier Wänden: Auf Initiative und unter Federführung der HSK Rhein-Main aus Wiesbaden startet jetzt in Kooperation mit der Wiesbadener Wohnungsbaugesellschaft (GWW) ein telemedizinisches Pilotprojekt. WohnSelbst soll es chronisch kranken Menschen ermöglichen, gesund und länger in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können. Kernelemente dieses Pilotprojekts sind ein regelmäßiger Gesundheitsservice sowie verschiedene Mess- und Kommunikationsgeräte, die GWW-Mietern kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Hinzu kommt ein medizinisches Kompetenzcenter der HSK, über das WohnSelbst-Teilnehmer rund um die Uhr mit Ärzten und Pflegepersonal verbunden sind. WohnSelbst läuft bis Ende September 2012 in Wiesbaden-Schierstein, danach soll es bundesweit angeboten werden. Weitere Partner dieses Verbundprojekts sind das Fraunhofer Institut, die Robert Bosch Healthcare, Beurer sowie die Deutsche Kommission Elektrotechnik. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt für WohnSelbst Fördergelder bereit. Die Deutschen werden immer älter. Damit einher gehen ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein und der Wunsch nach hoher Lebensqualität bis ins hohe Alter. Intelligente Techniksysteme und spezielle Dienstleistungen können ältere Menschen dabei unterstützen, Krankheiten vorzubeugen und möglichst lange in ihrer eigenen Wohnung zu leben. Ab sofort können sich GWW-Mieterinnen und -Mieter aus Wiesbaden-Schierstein für das telemedizinische Pilotprojekt WohnSelbst anmelden. Das Projekt ist in seiner Form in Deutschland einzigartig. Es richtet sich an ältere Menschen, die chronisch erkrankt sind: an Diabetes, Adipositas oder koronaren Herzerkrankungen. Auch Menschen mit Risikoanzeichen für diese Krankheiten gehören zur Zielgruppe für WohnSelbst. Die Teilnahme an WohnSelbst ist für die GWW-Mieter kostenfrei. Das Pilotprojekt läuft bis Ende September 2012 und hat ein Kostenvolumen von 4,4 Millionen Euro. „Mit WohnSelbst übernimmt die HSK eine Vorreiterrolle im Hinblick auf medizinische Serviceleistungen außerhalb des Krankenhauses“, freut sich Holger Strehlau, Sprecher der Geschäftsführung der HSK Rhein-Main. Gesundheitsservice und vernetzte Technik als Kernelemente 280 GWW-Mieter werden in das HSK-Vorsorgeprogramm mcplus aufgenommen. 80 bis 100 von ihnen werden zusätzlich mit medizinischen Messgeräten ausgestattet: Entsprechend ihrer Erkrankung erhalten sie ein Blutzuckermessgerät, eine Waage oder ein Blutdruckmessgerät. Zudem bekommen sie Zugang zum so genannten Smart Living Manager, einem Portal, mit dem sie über ihren Fernseher Informationen und Services abrufen können. Die Navigation auf der Plattform erfolgt über die Fernbedienung. Per manueller Eingabe übermittelt der Patient über diesen Smart Living Manager täglich seine jeweiligen Gesundheitsdaten an das medizinische Kompetenzcenter. Zum anderen erhält er über die Plattform umfassende Informationen zu Gesundheitsthemen, aber auch Angaben zu Veranstaltungen in seiner Umgebung sowie Kontaktdaten und Angebote verschiedenster Dienstleister.Rund um die Uhr kann der Patient Verbindung zum Kompetenzcenter aufnehmen. Darüber hinaus überwacht das medizinische und pflegerische Personal des Kompetenzcenters seinen Gesundheitszustand und kontaktiert ihn bei Auffälligkeiten. Je nach Art der Auffälligkeit benachrichtigen die Mitarbeiter beispielsweise den Hausarzt oder einen mobilen Pflegedienst – oder geben dem Patienten Tipps, wie er selbst dagegen angehen kann. „Mit dieser telemedizinischen Überwachung entlasten wir das mobile Pflegepersonal und werden dem Trend zu immer mehr ambulanten, medizinischen Behandlungen gerecht“, so Holger Strehlau von der HSK.Ab Oktober 2010 erhalten die Projektteilnehmer zusätzlich den Health Buddy. Mit diesem Gerät entfällt die manuelle Eingabe der Gesundheitsdaten in den Smart Living Manager; der Health Buddy leitet die ermittelten Daten über Bluetooth direkt an das Kompetenzcenter. „Alle Geräte sind leicht zu bedienen und die Vernetzung der eingesetzten Technik gewährleistet eine zuverlässige Datenübermittlung“, erläutert Holger Strehlau.Während der Laufzeit des Pilotprojekts wollen die Projektpartner Technik und Prozesse evaluieren und das Konzept weiterentwickeln. Ziel ist es, WohnSelbst danach bundesweit anbieten zu können. Forschungsfeld Ambient Assisted Living WohnSelbst zählt zu den so genannten Ambient Assisted Living-Projekten (AAL). Ambient Assisted Living ist ein relativ neues, breites Forschungsfeld, dem sich auch das Fraunhofer-Institut widmet. Als Partner von WohnSelbst hat das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik den Smart Living Manager entwickelt. Lieferant und Betreiber des Telemonitoringsystems Health Buddy ist die Robert Bosch Healthcare aus Waiblingen, für die medizinischen Messgeräte und die erforderlichen Funkmodule ist Beurer aus Ulm zuständig. Die deutsche Kommission Elektrotechnik zeichnet verantwortlich für die Normung und Standardisierung der eingesetzten Geräte.  HSK Rhein-Main GmbH Ludwig-Erhard-Str. 100 - 65199 Wiesbadenwww.hsk-wiesbaden.de Vorsitzender des Aufsichtsrates: Detlev Bendel Kaufmännische Geschäftsführerin: Ingrid StrackMedizinischer Geschäftsführer: Prof. Jürgen-Erik SchmitzAmtsgericht Wiesbaden: HRB 10028  PressekontaktBALL : COM Communications Company GmbHAndrea Brandner / Steffen BallFrankfurter Straße 20 – 63150 HeusenstammTel: 06104 66 98-16/-20Fax: 06104 6698-19E-Mail: ab@ballcom.de / sb@ballcom.deInternet: www.ballcom.de